Wochenrückblick vom 7. bis 13. November 2022

Bürgermeister Blog

Liebe Gemeinde,

 

eine sehr abwechslungsreiche Woche liegt hinter uns.

 

Am Montagmorgen besuchte mich Pfarrer Scharfenberg aus Goppeln, der die Nazarethschwestern katholisch betreut und auch Polizeiseelsorger für die Region Dresden und Leipzig ist. Wir tauschen uns über aktuelle Themen unserer Gemeinde aus und vereinbarten ein gemeinsames Treffen mit den Nazarethschwestern im Januar. Anschließend setzten wir uns im Rahmen der Amtsleiterberatung zur 4. Haushaltsrunde zusammen, um am Dienstagabend für die Klausurberatung des Gemeinderates einen ausgeglichenen Haushalt vorlegen zu können. Am Nachmittag waren wir auf meine Bitte gemeinsam mit dem Landratsamt beim Vizepräsidenten des Landesamt für Straßen und Verkehr eingeladen. Nach Fertigstellung der B 170 ging es nun um die korrekte Abrechnung der sogenannten Kreuzungsvereinbarung an der Boderitzer Straße. Noch rollt es nicht flüssig auf der B170 in Bannewitz | Sächsische.de (saechsische.de) Am Abend durfte ich als Jurymitglied mein Voting für die tollsten Bilder für den Kalender 2023 vom Heimatverein Börnchen abgeben.

 

Inspiriert vom SZ-Artikel Sachsen: Wie gut sind Autobahn-Rastplätze? | Sächsische.de (saechsische.de) führte mich mein erster Weg des Tages zum Autobahnrastplatz Nöthnitzgrund, der die Gesamtnote "Exzellent" erhalten hat. Ehrlicherweise muss ich gestehen, dass ich bis jetzt hier lediglich zu Feuerwehreinsatzen vor Ort war. Danach traf ich mich mit dem Kreisarchivar in der Alten Schule in Cunnersdorf, wo unser Chronik-Archiv untergebracht ist. Wir tauschten uns zur Wichtigkeit dieser Institution zur Bewahrung der Ortsgeschichte aus und er bestätigte seine Teilnahme am 16. März 2023 in Cunnersdorf, wo ich alle Heimatforscher und Ortschronisten einladen möchte. Danach fuhr ich zum Schulstandort Bannewitz, wo von einem externen Sachverständigen die Sicherheitsbegehung des Landesamtes für Schule und Bildung durchgeführt wurde. Neben dem Bestandsgebäude waren natürlich die Dreifeldhalle sowie der Mensaumbau von besonderer Bedeutung. Am Nachmittag fand eine Beratung mit allen Beteiligten für den B-Plan an der Horkenstraße statt, mit dem Ziel, diesen möglichst in der letzten Gemeinderatssitzung am 13. Dezember 2022 beschließen zu können. Am Abend tagte dann der Verwaltungsausschuss und anschließend fand die Haushaltsklausurberatung mit dem Gemeinderat statt. Das Zahlenwerk ist ausgewogen, so dass es im Zeitraum vom 11. bis 22. November zur Einsichtnahme im Rathaus ausliegt. Der Haushaltsbeschluss soll ebenfalls am 13.12. erfolgen.

 

Am Mittwochmorgen fand eine Beratung im Feuerwehrgerätehaus Possendorf statt und anschließend trafen wir uns mit der Hortleitung sowie der Bauverwaltung im Schulpark Possendorf, um die Außenflächen optimaler für alle Nutzer zu gestalten. Dafür wird es im Januar 2023 eine gemeinsame Beratung mit allen Nutzern geben, um für ein zu erarbeitendes Konzept alle Anforderungen zusammen zu tragen. Am späten Vormittag habe ich gemeinsam mit der Pflegenetzkoordinatorin des Landratsamtes zum 1. Bannewitzer Pflegedialog eingeladen. Gemeinsam mit den Vertretern von Seniorengruppen sowie Heimleitungen tauschten wir uns über bereits mögliche Unterstützungen für unsere Senioren und Pflegebedürftigen im Gemeindegebiet aus. Im nächsten Jahr wird es eine Fortführung mit dem Schwerpunkt für die Pflegedienste geben. Außerdem informierten wir über die gemeindliche Vorsorgeplanung für bspw. einen Stromausfall, bei der diese vulnerable Gruppe besonders im Fokus liegt. Nähere Informationen finden Sie hier: Vernetzte Pflegeberatung - Landkreis Sächsische Schweiz - Osterzgebirge (landratsamt-pirna.de) Nachmittags besuchten wir dann gemeinsam mit der Bauverwaltung und einer Architektin für Fachwerksplanung das Malerhaus Bannewitz. Hier möchten und müssen wir das zweitälteste Haus unserer Gemeinde dauerhaft sichern und nach Möglichkeit mit der LEADER-Förderung wieder denkmalgerecht rekonstruieren. 

 

Gemeinsam mit der Kita-Leiterin von Possendorf tauschte ich mich am Donnerstagmorgen in der Kita über aktuellen Sachverhalte aus. Im Rathaus fand dann die Vorstellung der Pläne des neuen Eigentümers zum denkmalgeschützten Umbau der Orangerie am Schloss Nöthnitz statt. Wenn alle Pläne abgestimmt sind, regte ich an, dass wir uns im Rathaus mit dem Schlossherrn sowie dem Eigentümer der Nebengebäude vom Schloss in einer gemeinsamen Runde kennenlernen. Dabei wird natürlich auch der Schlosspark eine wichtige Rolle spielen. Bannewitz: Wie Schloss Nöthnitz zum Ausflugsziel werden soll | Sächsische.de (saechsische.de) Die Öffentlichkeit soll dann im I. Quartal über die Pläne im Rahmen einer Gemeinderatssitzung informiert werden. Am Nachmittag tauschte ich mich mit dem zuständigen Regionalleiter der Sachsenenergie über die aktuellen Situation auf dem Gas- und Strommarkt sowie zum beschränkten Handlungsspielraum der Kommunen aus. Aber auch zukünftige gemeinsame Projekte im Bereich der Solarenergie sollen im I. Quartal 2023 näher geprüft werden. Freital: Geraten Vereine in Energie-Not? | Sächsische.de (saechsische.de) Am Abend fand im Erbgericht Höckendorf die Mitgliederversammlung des "Landschaft Zukunft" statt, welcher der Trägerverein für die Förderregion Silbernes Erzgebirge ist. Gemeinsam mit der Regionalmanagerin vereinbarten wir für Januar 2023 eine gemeinsame "Gemeinde-Tour" um mögliche Förderprojekte abzustimmen. 

 

Am Freitag, den 11.11. war es wieder soweit und die Närrinnen und Narren unserer Gemeinde haben wieder die Regentschaft für die 5. Jahreszeit übernommen. Doch so einfach wollte ich es ihnen nicht machen und so mussten die drei Karnevalsvereine erstmalig den Rathausschlüssel aus einem Betonbett befreien. Pünktlich um 11:11 Uhr haben sie es aber geschafft und mit tollen Spielen und guter Stimmung die anwesenden Gäste begeistert. Freital: Statt FFP-2-Maskenball endlich wieder Karneval! | Sächsische.de (saechsische.de)  Am späten Nachmittag fand an der Kirche Bannewitz das Martinsfest  statt. Nach einer kurzweiligen Einstimmung vor der Kirche wurde der Martinsumzug mit vielen toll geschmückten Lampions von der Kirche zum Altenpflegeheim begleitet. Dort brachte der Posaunenchor der Kirche tolle Klänge in den Hof, welcher von zahlreichen Senioren gesäumt war. Anschließend ging es zum Musizieren in den Innenhof des Betreuten Wohnens und anschließend zum Lagerfeuer an die Feuerwehr. Vielen Dank an alle Engagierte, welche die Geschichte vom heiligen Martin ein wenig weiter leben lassen. Danach ging es in die Eutschützer Mühle, wo ich noch einem Goldenen Brautpaar gratulieren konnte. Der Karnevalsverein Bannewitz feierte an diesem Abend sein 55. Jubiläum mit vielen anderen Karnevalsvereinen und Sponsoren und ich durfte ebenfalls gratulieren und eine möglichst coronafreie Karnevalssaison wünschen. Auch unserem leider verstorbenen Vereinspräsident Jens Wappler wurde an diesem Tag mehrfach gedacht.

 

Die Nacht war für die unsere Feuerwehrmitglieder im ABC-Gefahrenabwehrzug des Landkreises bereits gegen 7 Uhr am Samstagmorgen vorbei. Hier stand die unangekündigte Abschlussübung bei der Fa. Wackler in Wilsdruff an. Am Nachmittag besuchte ich die Adventsausstellung in der Bannewitzer Mensa, bei der auch unser Hort ein Bastelangebot für die Kids vorbereitet hat. Am späten Nachmittag wurde unsere Gemeindefeuerwehr zur Unterstützung an die Teichstraße gerufen: Einsatzgeschehen Feuerwehr Bannewitz. Welche Sorgen sich unser lokaler Spediteur macht, können Sie hier nachlesen: Die Sorgen eines Bannewitzer Spediteurs | Sächsische.de (saechsische.de)

 

Auch am Sonntagmorgen leistete unsere Feuerwehr schon wieder einen Einsatz, diesmal zur Tragehilfe für den Rettungsdienst in Bannewitz. An dieser Stelle wieder ein großes Dankeschön an alle ehrenamtlichen Kameradinnen und Kameraden für euren Einsatz an 24 Stunden in sieben Tagen der Woche! Zum Volkstrauertag am Sonntag legte ich gemeinsam mit drei Ortsvorstehern und einem Ortschaftsratsmitglied an den beiden Gedenksteinen in Bannewitz und Possendorf jeweils einen Kranz nieder. In Bannewitz habe ich dabei Auszüge aus der Rede anlässlich der Einweihung des Ehrenmal aus dem Jahr 1995 vorgelesen und musste feststellen, dass die Zeilen zum Krieg aktueller denn je sind. Deshalb möchte ich mit den Worten des ersten Bundespräsidenten Theodor Heuss schließen: "Die in den Gräbern ruhen, warten auf uns, auf uns alle. Sie wollen gar nicht, dass wir mit lauten Worten sie Helden nennen. Sie haben für uns gekämpft, gezagt, gelitten, sie sind für uns gestorben. Sie waren Menschen wie wir. Aber wenn wir in der Stille an den Kreuzen stehen, vernehmen wir ihre gefasst gewordenen Stimmen: Sorgt Ihr, die ihr noch im Leben steht, dass Frieden bleibt, Frieden zwischen den Menschen, Frieden zwischen den Völkern."

 

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine schöne Buß- und Bettagswoche.

 

Ihr Bürgermeister

Heiko Wersig