Gemeinde Bannewitz
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Ortsteil Goppeln

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Politische Entwicklung:

1286 erste urkundliche Erwähnung als „Guppil“
1958 Eingemeindung von Gaustritz und Golberode
1996 Eingemeindung nach Bannewitz

Lage, Siedlungsweise, Bevölkerung

Unmittelbar über dem nördlichen Steilhang des Gebergrundes befindet sich der Ortsteil Goppeln. Das Leben in Goppeln war schon immer durch die Landwirtschaft geprägt. Durch die sehr guten Bodenverhältnisse war der Feld- und Gartenbau stärker ausgeprägt als die Viehwirtschaft. Unweit des Ortes verläuft die Trasse der Bundesautobahn A 17 mit der Anschlussstelle „Dresden Prohlis“ sowie die Ortsumgehungsstraße nach Rippien und Hänichen.

Auszug aus der Kulturgeschichte von Goppeln
1288 schenkte Markgräfin Elisabeth, Witwe des Markgrafen Heinrich des Erlauchten, ihre Besitzungen in Leubnitz und Goppeln nebst dem Patronatsrecht und den Blutgerichten dem Mönchskloster Altzelle.
1307 wurde bekundet, dass die Leubnitzer Mönche ausgedehnten und erfolgreichen Hopfenanbau betrieben haben.
Um 1370gehörten nach Absprache mit dem Abt des Klosters Altzelle, einige Teile von Goppeln dem Augustiner Kloster Alten-Dresden.
1539 erfolgte in Leubnitz und in Goppeln der Durchbruch der Reformation.
1776 Nach den Hungerjahren von 1771 und 1772 wurde der Kartoffelbau in Goppeln eingeführt.
1813 marschierten am 27.08. deutsche Truppen nach der Schlacht bei Dresden über Kauscha und Sobrigau Richtung Süden. Französische Heeresteile verfolgten diese über Possendorf und Dippoldiswalde. Am 29.08.1813 folgte Napoleon seinem Heere über Goppeln, Gaustritz, Babisnau.
Ende des 18. Jh.wird eine ländliche Gastwirtschaft mit Fleischerei erbaut – der ehemalige Gasthof Goppeln.
1890 beschloss die Gemeindeversammlung auf Antrag der Gemeinden Goppeln, Kauscha und Golberode, eine Schulgemeinde zu gründen und ein Schulgebäude zu bauen.
Ende des 19. Jh.wurde Goppeln als Malerdorf bekannt. Eine Gruppe junger Künstler schloss sich zusammen und wandte sich der Freiluftmalerei und dem Impressionismus zu. Sie wurden als „Goppelner Schule“ ein Begriff in der Dresdner Kunstgeschichte. Ihr gehören so bekannte Maler wie Carl Bantzer, Wilhelm Ritter, Robert Sterl und Paul Baum an. Auch die „Brücke“-Maler und Ernst Ludwig Kirchner sowie Max Pechstein arbeiteten in Goppeln.
1910schlossen sich Goppelner Bauern und Hausbesitzer zu einer Wassergenossenschaft zusammen. Fast alle Grundstücke bekamen einen Wasseranschluss. 1912 wurde eine Gasleitung über Goppeln weiter nach Rippien verlegt und 1920 erfolgte der Anschluss an das Stromnetz.
1923 wurde von Mutter Augustina (ihr bürgerlicher Name war Maria Katharina Clara Schumacher) in Dresden die „Kongregation der Nazarethschwestern vom hl. Franziskus“ gegründet. Sie erwarben als Unterkunft für die Kinder- und Säuglingspflege das Grundstück des Kunstmalers Walter Ferdinand Damm. Das Wohnhaus wurde zum Mutterhaus der Gemeinschaft ausgebaut.
1928 wurde das neuerrichtete Kinderheim eingeweiht.
1930 erwarben die Schwestern ein weiteres Grundstück, auf dem sie ein Altersheim einrichteten.
1995 wird das moderne Altenheim St. Clara der Nazarethschwestern in Goppeln eröffnet.
1996 wird Goppeln nach Bannewitz eingemeindet.
2011 feiert Goppeln sein 725-jähriges Ortsjubiläum.