Winterdienst 2022/2023

Sicher wird es im kommenden Winter wieder auf unseren Straßen, Wegen und Gehwegen Behinderungen durch Schnee und Eis geben. Jeder Verkehrsteilnehmer muss bei entsprechender Witterung mit Schneeresten, stellenweiser Glätte, Schneeverwehungen oder sogar mit einer geschlossenen Schneedecke rechnen und sein Verhalten im Straßenverkehr den winterlichen Verhältnissen anpassen. Um bei Schneefall einen einwandfreien Winterdienst zu gewährleisten, bitten wir alle Haus- und Grundstücksbesitzer Folgendes zu beachten:

 

Räum- und Streupflicht der Anlieger

 

Die Grundstückseigentümer haben bei Schneefall die Gehwege vor ihren Grundstücken von Schnee zu räumen. Bei Glätte sind die Gehwege so abzustumpfen oder von Eis zu befreien, dass sie gefahrlos benutzt werden können.

Bei Straßen mit einseitigem Gehweg sind sowohl die Verpflichteten der auf der Gehwegseite befindlichen Grundstücke als auch die Verpflichteten auf der gegenüberliegenden Straßenseite befindlichen Grundstücke zur Schneeräumung des Gehweges verpflichtet. In Jahren mit gerader Endziffer sind die Eigentümer der auf der Gehwegseite befindlichen Grundstücke, in Jahren mit ungerader Endziffer die Eigentümer der auf der gegenüberliegenden Straßenseite befindlichen Grundstücke verpflichtet.

 

Die festgelegten Verpflichtungen gelten montags bis freitags in der Zeit von 7.00 Uhr bis 20.00 Uhr sowie samstags, sonntags und feiertags in der Zeit von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr. Sie sind bei Schneefall so zu erfüllen, dass die Sicherheit des Verkehrs rechtzeitig gewährleistet ist.

 

Bitte beachten Sie:

§  Beim Streuen ist nur abstumpfendes Material (z.B. Sand, Splitt, Asche) zugelassen.

§  Bei Schnee muss vor jedem Streuen gründlich geräumt werden.

Warum kein Streusalz auf Gehwegen?

Salz ist schädlich für Pflanzen und Grundwasser. Auch greift das Salz Schuhe, Kleidung, Metall und Bauwerke an. Wichtig ist, gründlich zu räumen. Anschließend wird nach Bedarf Splitt, Sand oder Asche gestreut. Dadurch wird die Rutschgefahr vermindert. Lediglich Stufen, Treppen und echte Gefällstrecken sind naturgemäß bei extremen Witterungsbedingungen besondere Gefahrenquellen, insbesondere für alte oder behinderte Fußgänger. Nur in diesen zeitlich und räumlich geringen Fällen ist Salz zusätzlich erlaubt.

Behinderungen durch parkende Fahrzeuge

Die Durchführung des Räum- und Streudienstes der Gemeinde auf den Straßen innerhalb des Ortes wird leider des Öfteren durch parkende Fahrzeuge stark behindert bzw. auf schmalen Straßen sogar ganz unmöglich gemacht. Es wird deshalb gebeten, an schmalen Straßen, unübersichtlichen, engen Kurven und vor allem auf schmalen Straßenabschnitten bei Schnee bzw. Eisglätte auch im eigenen Interesse nicht zu parken. Das Räumfahrzeug der Gemeinde benötigt zum Durchfahren eine freie Straßenbreite von mindestens 3,50 m!

 

Räum- und Streupflicht der Gemeinde

Der gemeindliche Bauhof ist entsprechend seiner Leistungsfähigkeit nach Kräften bemüht, dass Sie sicher durch den Winter kommen. Für den Winterdienst stehen 12 Bauhofmitarbeiter und neun Fahrzeuge bereit. Im Bauhof sind derzeit ca. 65 t Streusalz eingelagert sowie weitere 100 t vertraglich fixiert, hinzukommen etwa 100 t Splitt und Sand. 60 Streukästen wurden schon aufgestellt und mit Splitt aufgefüllt.  Außerdem wurden zum Schutz vor Schneeverwehungen 2500 m Schneefangzaun errichtet.

Ob und wann der Winterdienst und die damit einhergehende Rufbereitschaft dann angeordnet werden, wird anhand aktueller Wetterprognosen entschieden. Der Winterdienst erfolgt dann Montag bis Freitag zwischen 4 und 20 Uhr, am Wochenende und feiertags zwischen 6 und 20 Uhr. Die ersten Einsätze beginnen in der Woche bereits 03.30 Uhr, damit vor Beginn des Berufsverkehrs in den Morgenstunden die Hauptstraßen befahren werden können. Die Straßen werden dabei nach einem festgelegten Tourenplan abgearbeitet, wobei sich die Reihenfolge nach der Bedeutung der jeweiligen Straße richtet. So haben zum Beispiel Hauptstraßen und Straßen mit starkem Gefälle Vorrang. Festgelegt sind die Routen der Räum- und Streufahrzeuge in Tourenplänen. Diese Pläne umfassen mittlerweile etwa 100 Kilometer Straßennetz im Gemeindegebiet, dazu kommen noch etliche Haltestellen. Entlang der gemeindlichen Grundstücke kommt die Gemeinde außerdem ihrer Anliegerpflicht nach. Hier werden die Gehwege von Hand gestreut oder mit Kleingeräten geräumt.

Die uns für den Winterdienst zur Verfügung stehenden Ressourcen reichen nicht aus, um zur gleichen Zeit sämtliche Verkehrswege innerhalb des Gemeindegebietes von Schnee und Eis zu befreien, weshalb die Straßen in verschiedene Dringlichkeitsstufen eingeteilt werden müssen:

Dringlichkeitsstufe I:
Hauptverkehrs- und Durchgangsstraßen; Straßen für den ÖPNV und Schulbusse; Zufahrtstraßen zu Schulen, Feuerwachen; Straßen zu Gewerbegebieten.
Dringlichkeitsstufe II:
Verbindungsstraßen; Wohnsammelstraßen
Dringlichkeitsstufe III:
Wohnstraßen und übrige Verkehrsflächen

Leider kann nicht verhindert werden, dass von Ihnen bereits freigeschobene Zufahrten, Zugänge oder Ähnliches durch Räumfahrzeuge wieder zugeschoben werden. Hier bitten wir um Verständnis. Dies ist oft leider nicht anders möglich. Die Mitarbeiter des Bauhofs bemühen sich jedoch, soweit als möglich rücksichtsvoll zu räumen.

Der durchfahrende Winterdienst der Gemeinde Bannewitz entbindet übrigens nicht von den oben genannten Pflichtaufgaben. 

Bemühen sollten wir uns alle um eine richtig verstandene Solidarität, damit wir die eigentlich nicht zu großen Probleme, die durch das "herrliche Weiß" entstehen, gemeinsam und verständnisvoll bewältigen.

Weitere Informationen erhalten Sie in der Satzung über Straßenreinigung und Winterdienst der Gemeinde Bannewitz, die Sie auch auf unserer Homepage unter

www.bannewitz.de/bannewitz/module/ortsrecht finden.

 

Vielen Dank und kommen Sie gut durch den Winter!