Gemeinde Bannewitz
Beginn der Navigation
Navigation überspringen
Ende der Navigation
Beginn des Hauptinhaltes
Hauptinhalt überspringen

Ortsteil Possendorf

Eine Seite zurück
Zur Startseite
Zur Inhaltsübersicht
E-Mail
Zur Anmeldung
 

Politische Entwicklung

Sorbisch (deutsche) Ortsgründung
1286 erste urkundliche Erwähnung als „Bosetendorf“
Eingemeindung der Dörfer Wilmsdorf, Börnchen, Hänichen und Rippien im 20. Jahrhundert

Lage, Siedlungsweise, Bevölkerung

Im 20. Jahrhundert entwickelt sich das Straßendorf und der abseits gelegene Rittergutsbezirk besonders am Hang der 300 bis 400 m hohen Vorgebirgsschwelle zum Osterzgebirge mit der separaten Siedlung „Rundteil“ zu einem großen Siedlungsgebiet.

Nach 1850 veränderte sich die bäuerliche Siedlungsstruktur durch den Steinkohlebergbau in Hänichen und Possendorf zu einer Arbeiterwohnsitzgemeinde. 1900 gab es die ersten Telefonanschlüsse in Possendorf, Hänichen und Rippien und es wurde der Mieterverein Possendorf gegründet. 1903 wurden in Possendorf, Wilmsdorf und Börnchen anstatt Brunnen (schon 1898 für Hänichen und Rippien!) Wasserleitungen gebaut. 1907 wird eine Gasleitung verlegt und die Haushalte in Possendorf, Wilmsdorf, Börnchen, Hänichen und Rippien an das Gaswerk in Mockritz angeschlossen. Es erfolgte die Einführung der Gasbeleuchtung und des Kochgases an Stelle von Petroleumlampen und Kohlenherd.

1927 wurde das erste Haus der Possendorfer Arbeitersiedlungsgemeinschaft am Windmühlenberg errichtet. 1935 wurde die Arbeitersiedlung auf dem Possendorfer Rundteil durch den Deutschen Siedlerbund, Ortsgruppe Possendorf gebaut. Inzwischen sind seit dem zweiten Weltkrieg zahlreiche Eigenheime hinzugekommen. 1993 wurden z. B. die ersten Einfamilienhäuser im Possendorfer Wohngebiet "Simons Wiese" bezogen.

Kulturgeschichte Possendorf
1340 ist der erster Nachweis einer Kirchgemeinde datiert.
1454 berichtete man bereits über ein Vorwerk der Rabenauer Feudalherren in unserem Ort. Auch die Existenz eines Gasthofes fand schon im 16. Jahrhundert Erwähnung.
1521 wurde der untere Teil vom Kirchturm in Possendorf gebaut.
1542 wurde die Reformation in Possendorf eingeführt.(siehe Taufstein aus Wendischkarsdorfer Sandstein).
1595 – 1596erfolgte der Erweiterungsbau der Kirche und sie erhielt ihre heutige Gestalt.
1691 ließ der Kurfürstliche Kriegszahlmeister Johann(es) Lemmel/ Lämmel als Besitzer des Possendorfer Vorwerkes und des Gasthofes eine Holländerwindmühle aus rot-weißem Sandstein bauen. Heute kann man sie wieder als technisches Denkmal besuchen.
1698 wurde die Straße von Possendorf nach Dresden mit einem Steinschotterbelag befestigt. Ab 1818 rollten auch die Postkutschen mit ihrer Personen-, Gepäck- und Postbeförderung durch Possendorf. Die Baumbepflanzungen mit Pappeln und Kastanien an der Straße entstand nach 1830. Um 1835 wurde die Fahrpostlinie Dresden - Possendorf - Dippoldiswalde – Marienberg eingerichtet.
1699 erfolgte der Erhöhungsbau des Kirchturms. August der Starke, der sich an den Kosten beteiligte, war mit seinem Hofe auch zur Einweihung anwesend.
Seit 1699benutzte Kurfürst August der Starke das Gut als Jagdsitz. Er verlieh dem Vorwerk, zu dem auch der obere Gasthof gehörte, die Braurechte. Der Kriegszahlmeister Lemmel/ Lämmel war 1689 der Besitzer des damaligen Vorwerkes Possendorf.
1784 wurde wegen Baufälligkeit der alten Schule eine neue gebaut. Sie bestand von 1784 bis 1905.
1826 zog Ernst von Otto nach seinem Studium der Naturwissenschaften in Leipzig auf das von ihm erkaufte Rittergut in Possendorf und bewirtschaftete es 25 Jahre lang selbst. E war im Vorstand und Abgeordneter von landwirtschaftlichen Vereinen. Er widmete sich daneben weiterhin den Naturwissenschaften und untersuchte über viele Jahrzehnte die Steinbrüche unserer Region. Das Museum für Mineralogie und Geologie in Dresden verdankt seiner Sammeltätigkeit eine der umfangreichsten geologischen Sammlungen.
1820 – 1821weilte der spätere Musikdramatiker Richard Wagner beim Pfarrer Wetzel und wurde von diesem auf den späteren Besuch der Kreuzschule in Dresden vorbereitet.
1849 wird Ernst von Otto wird zum Ehrenmitglied der Gesellschaft Isis (bürgerlich-demokratische naturwissenschaftliche Gesellschaft) in Dresden ernannt. Ebenso ist er Mitglied der deutschen geologischen Gesellschaft in Berlin. 1856 trat er sein Gut seinem ältesten Sohn ab und übersiedelte nach Dresden.
1876 am 05. August wurde die Freiwillige Feuerwehr Possendorf gegründet.
1884 wurde der Turm der Kirche wegen Einsturzgefahr bis zum Glockenboden abgerissen.
1885 erfolgte im 13. September die Weihe des neu erbauten Turme, nach dem Entwurf des Baumeisters Sommerschuh aus Rippien.
1905 fand die Schulweihe eines neuen Gebäudes an der neuen Schulstraße statt .
1907 wurde der Innenraum der Kirche Possendorf grundlegend renoviert.
1908 wurde der Personen- und Güterbahnhof Possendorf eingeweiht: Endstation der "Possendorfer Heddel" 1908 – 1951 besteht die Personen- und Gütereisenbahnverbindung Dresden - Possendorf im Volksmund "Possendorfer Heddel" genannt.
1912 fand die erste Fahrt mit den neuen Berglokomotiven mit vier Aussichtswagen, der künftigen charakteristischen Zugformation der Windbergbahn statt.
1948 wurden die Gebäude vom oberen Hof des Rittergutes Possendorf abgerissen.
1951 wurde der Betrieb der Windbergbahn (Possendorfer Heddel) auf der Strecke Possendorf - Kleinnaundorf mit dem Bahnhof Bannewitz eingestellt.
1970 wurde die Zwischengenossenschaftliche Bauorganisation (ZBO) "Landbau" Kreis Freital, mit Sitz in Possendorf gegründet.
1972 richtete man ein Agrochemischen Zentrums (ACZ) mit Traglufthalle ein.
1984 fand die feierliche Eröffnung des flachen Schulneubaues der Hans-Grundig-Oberschule mit dem hohen Schornstein für die Schüler aus Possendorf, Wilmsdorf, Börnchen Hänichen und Rippien statt. In das ehemalige Schulgebäude an der Schulstraße zieht die Gemeindeverwaltung Possendorf.
1986 feierte Possendorf sein 700-jähriges Ortsjubiläum.
Nach 1990entstand eine große Jungtieraufzuchtanlage der Vorgebirgsmilch- und Schlachtviehgenossenschaft e. G. mit 800 Rindern.
1993 Am 3. Oktober wurde die Schill-Gedenkstätte feierlich eingeweiht.
1993 wurde der erste sächsische (ökologisch gestaltete) 18-Loch-Golfplatz durch den Golfclub "Elbflorenz" eingeweiht.
Seit 1994verfügt Possendorf über ein 4 ha großes Gewerbegebiet mit überwiegend produzierendem Gewerbe.
1999 wurde Possendorf der Verwaltungssitz der Großgemeinde Bannewitz, die aus dem Zusammenschluss der damals selbständigen Gemeinden Possendorf und Bannewitz entstand.
2010begannen erneut umfangreiche Restaurierungsarbeiten in der Possendorfer Kirche.
2011 feierte Possendorf sein 725-jähriges Ortsjubiläum.