Gemeinde Bannewitz
Beginn der Navigation
Navigation überspringen
Ende der Navigation
Beginn des Hauptinhaltes
Hauptinhalt überspringen

Ortsteil Bannewitz

Eine Seite zurück
Zur Startseite
Zur Inhaltsübersicht
E-Mail
Zur Anmeldung
 

Politische Entwicklung:

1311 Erste Urkundliche Erwähnung als „Panewycz“
1915 Eingemeindung von Eutschütz
1922 Eingemeindung von Boderitz und Welschhufe
1923 Eingemeindung von Nöthnitz und Rosentitz
1950 Eingemeindung von Cunnersdorf
1996 Eingemeindung von Goppeln mit den Ortsteilen Golberode, Gaustritz und Kauscha
1999 Vereinigung mit Possendorf

Lage, Siedlungsweise, Bevölkerung

Bannewitz grenzt an den Süden der Landeshauptstadt Dresden und bildet gleichzeitig das Tor zum Osterzgebirge.
Das Dorf Bannewitz gründet sich hauptsächlich aus slawischer Besiedlung um 500. Der Name „Bannewitz“ soll auf das alte „Panovici“, ein Dorf mit den Leuten des Pan, zurückgehen. Die slawische Siedlungsstruktur ist heute noch gut am Dorfplatz als Rundweiler erkennbar. Von diesem Dorfkern aus entwickelte sich die Gemeinde im Laufe der Jahrhunderte. In unserer Heimatregion war die Landwirtschaft ausgeprägt. Bedeutende Ackerflächen gehörten zu den herrschaftlichen Gutshöfen oder Rittergütern. Bannewitz und seine Nachbardörfer waren ausgesprochene Bauerndörfer. Bei der Landwirtschaftlichen Produktion dominierte der Gartenbau. Mit zunehmender Bevölkerungszahl wuchsen die benachbarten Dörfer immer mehr zusammen.
Durch die Verbesserung der technischen Möglichkeiten gewann der Steinkohlenbergbau im 19. Jahrhundert für Bannewitz an Bedeutung. Die umliegenden Dörfer des Döhlener Beckens waren immer mehr von Bergarbeiterwohnbevölkerung geprägt. Im 19. und 20. Jahrhundert entwickelte sich zunehmend Industrie und Handwerk in der Region. Die Bevölkerung findet Arbeit in den neu entstandenen Fabriken. Nach 1990 entstehen mehrere neue Wohngebiete. 1992 erfolgte der Spatenstich für das Wohngebiet Eutschütz II. 1996 wird das neue Ortszentrum gebaut. Damit konnten die medizinische Betreuung der Einwohner sowie Einrichutngen des gesellschaftlichen Lebens zentralisiert werden.

Kulturgeschichte Bannewitz
1311 wurde Bannewitz erstmalig als „Panewycz“, in einer Urkunde Friedrich des Kleinen, in der der Ort gerichtlich und zinspflichtig dem Dresdner Brückenamt zugesprochen wird (Brückendorf) genannt.
Um 1630wurde das Renaissanceschloss in Nöthnitz erbaut. 1748 – 1754 wirkte hier Johann Joachim Winckelmann als Bibliothekar und Sekretär des Reichsgrafen Heinrich von Bünau.
1831 begann der Bau der ersten Schule in Bannewitz (heute Dorfplatz Nr.1).
1855 projektierte der Eisenbahningenieur Guido Brescius die Hänichener Kohlenzweigbahn von Niedergittersee bis Hänichen. Ab 1857 rollten dann die Kohlentransporte. Nach Einstellung des Steinkohlenbergbaus in Hänichen baute die Königlich Sächsische Staatseisenbahn die Strecke 1906 für den allgemeinen Personen- und Güterverkehr um. Im Jahre 1908 wurde die Strecke bis Possendorf verlängert. Bannewitz erhielt einen Bahnhof und ein Bahnhofsrestaurant.
1856 am 15. April fuhr König Johann von Sachsen auf der Kohlenzweigbahn von Dresden durch Bannewitz nach Possendorf und bezeichnete die Bahn als „Sächsische Semmering-Bahn“. Sie wird auch „Windbergbahn“ und „Possendorfer Heddel“ genannt.
1864 Es erfolgte der Bau der zweiten Schule in Bannewitz.
1876 Der ehemalige Kolonialwarenhändler Carl Friedrich Behrens aus Wilmsdorf, der Strohhüte in Heimarbeit fertigen ließ, zog nach Bannewitz und baute dort eine Hutfabrik. Damit wurde die in der Region traditionelle Strohhutflechterei fortgeführt und die Strohhutnäherei neu belebt. Später wurde das Sortiment durch die Herstelllung von Filzhüten erweitert.
1877 wurde die dritte Schule von Bannewitz eingeweiht (heute Bürgerhaus).
1907 wurde die „Chemische Fabrik Orloff Hansen“ in Bannewitz gegründet, die 1919 zu einem Maschinenbaubetrieb – den „Pilotmotorenwerken Bannewitz“ umstrukturiert wird.
1914 stiftete Curt Hermann Behrens anläßlich des 50-jährigen Bestehens der Strohhutfabrik Behrens, dass Geld für den Rohbau des Gemeindebades. Die Inneneinrichtung zahlte die Gemeinde. Nach dem Weltkrieg wurde die Einrichtung mit medizinischen Geräten ausgestattet.
1919 – 1920Wurde die „Ernemann Plattenfabrik Bannewitz“ gegründet und produzierte fotografische Großplatten.
1930 Wurde der Kohleabbau in den Bannewitzer Schächten endgültig eingestellt.
1948 Am 01.Juli 1948 wurde der VEB Kompressorenbau Bannewitz als Betrieb der VVB Energie- und Kraftmaschinenbau – EKM – gegründet. Auch heute wird die Tradition des Maschinenbaus in Bannewitz in der Kompressorenbau Bannewitz GmbH (KBB) weiterhin fortgesetzt.
1951 Endete der Betrieb der Windbergbahn. Die Gleise die von Possendorf bis Gittersee entlang führten , wurden abgebaut.
1959 erfuhr der Marienschacht eine Wiederfreilegung und diente als Flucht-, Wetter- und Materialschacht. Im Jahr 1968 übernahm die SDAG Wismut den Bergbaubetrieb „Willi Agatz“ einschließlich des Marienschachtes. 1989 wurde der Bergbaubetrieb dann eingestellt.
1966 Am 08. Oktober wurde die erste Moto-Cross-Veranstaltung in Bannewitz durchgeführt. Die letzte Auto-und-Moto-Cross-Veranstaltung in Bannewitz fand im Jahr1989 statt.
1967 Wurde der Kunstkreis Bannewitz e. V. , damals unter dem Namen Mal- und Zeichenzirkel Bannewitz, gegründet.
1980 Wurde die Windbergbahn als heimatliches Kleinod der Verkehrsgeschichte unter Denkmalschutz gestellt.
1985 Wurde ein modernes, nunmehr viertes Schulgebäude mit Turnhalle eingeweiht.
1999 entstand die Großgemeinde Bannewitz durch den Zusammenschluss der ehemaligen Gemeinde Bannewitz und der ehemaligen Gemeinde Possendorf.
2008 Bei Bauarbeiten im Keller des Bürgerhauses Bannewitz wurden historische Münzen gefunden.
2009 - 2011Wurde das Bürgerhaus komplett saniert, besonders beeindruckend war der Rückbau der 2.Etage unter Einsatz eines Schutzdaches. Die Übergabe erfolgte anlässlich der Feierlichkeiten 700 Jahre Bannewitz und 20 Jahre Partnerschaft mit Bräunlingen im Mai 2011.
2011 feierte Bannewitz sein 700-jähriges Ortsjubiläum.