Gemeinde Bannewitz
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Ev.-Luth. Kirche Bannewitz

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OT Bannewitz, Kirchplatz 1

Die Ev.-Luth. Kirche Bannewitz ist ein baugeschichtliches Unikum in Sachsen. Zunächst wurde sie 1864 als Schulhaus errichtet. In der Folgezeit kam es zu einer erheblichen Vergrößerung des Ortes und der Erhöhung der Schülerzahl, so dass 1877 erneut eine Schule (das heutige Bürgerhaus) gebaut wurde.
Das nun freigewordene Gebäude nutzte die Kreuzkirchgemeinde Dresden, zu der Bannewitz gehörte, ab diesem Jahr als Betsaal; ein Landdiakonat wurde eingerichtet. Um das nach außen sichtbar zu machen, wurde vor das quer stehende Gebäude ein Turm gesetzt und beides fest miteinander verbunden. Die bauliche Einmaligkeit wird unterstrichen durch unterschiedliche Baustilelemente am Turm: Neoromanik, Neogotik, Neorenaissance (Eklektizismus).
So entstand eine Kirche, in der sich bis heute alles unter einem Dach befindet: Kirchsaal, Gemeinderäume, Büro und Pfarrwohnung. Eine Zeit lang wohnte in der ausgebauten Dachwohnung auch die Kantorenfamilie.

1902 wurde in Bannewitz eine eigenständige Parochie (Kirchgemeinde) gegründet. Bannewitz, Boderitz und Kleinnaundorf wurden aus der Kreuzkirchengemeinde ausgepfarrt. 1934 kamen die Ortsteile Eutschütz und Nöthnitz, die kirchlich bis dahin zu Leubnitz-Neuostra gehört hatten, hinzu, 1940 Alt-Welschhufe von Possendorf, 1950 Neu-Welschhufe von Possendorf und Cunnersdorf von der Auferstehungskirchgemeinde Dresden-Plauen.

Beachtenswert in der Kirche:
- das Hirtenfenster (das einzige noch erhaltene Buntglasfenster, 1927 vom damaligen Hutfabrikbesitzer Behrens gestiftet)
- das Kruzifix vermutlich von um 1450, aus einer anderen sächsischen Kirche stammend
- die Orgel (Firma Eule, 1959 geweiht)

Links vor der Kirche steht eine Betsäule aus vorreformatorischer Zeit, die bis 1973 ihren Standort an der „Richter“- Mauer in Nöthnitz hatte.

Quellen:
- Sakrale Bauten in Freital, Pesterwitz, Bannewitz, Hrsg. Stadtverwaltung Freital
- Homepage der Ev.-Luth. Kirche Bannewitz